Blog
Die Sprache von Yar-Ra
Viele haben sich über die komische Schreibweise der Namen meiner Charaktere gewundert. Der Hintergrund ist, dass mein Fantasybuch ein Isekai ist, eine Geschichte, in der die Heldin in eine andere Welt versetzt wird.
Mein Hauptkritikpunkt am Genre, so sehr ich es auch liebe, ist, dass es sehr japanisch geprägt ist und es sich oftmals so anfühlt, als wären wir immer noch zu Hause.
Die Herausforderung bei einem Fantasybuch ist: Wie transportiert man das Gefühl der Fremdartigkeit in eine Geschichte? Für mich über Sprache.
Ich bin kein Linguist, aber ich habe mir grob Gedanken darüber gemacht, wie eine der Sprachen dieser neuen Welt funktionieren könnte. Die ungewöhnliche Schreibweise ist dabei Ausdruck der Grammatik dieser Welt.
Namen und Bezeichnungen, die aus zwei Wörtern zusammengesetzt sind, werden durch einen Bindestrich gekennzeichnet.
Ist die Reihenfolge wie geschrieben korrekt, wird das zweite Wort großgeschrieben.
Zum Beispiel:
Re (spezieller Name für den blauen Mond) – Ju (Junge)
Ist die Reihenfolge jedoch umgedreht, etwa weil das erste Wort im Genitiv steht, wird das zweite Wort kleingeschrieben.
Beispiel:
Ar (Wind) – ya (Kind)
Weitere Beispiele:
Yar-Ra – Reich der Götter
Feyn-yar – Feyns Reich
Osh-Yah – Östliches Land
Wen-Yah – Westliches Land
Bei Apostrophen handelt es sich um Präfix-Adjektive:
G’Vreh = heiliger Vreh
S’kyl-vrahn = dämonische Tentakelbestie
Natürlich gibt es auch einige Namen, die ganz normal geschrieben sind und keine tiefere Bedeutung haben.
Kornofieel ist zum Beispiel ein Gemüse, Varyndar ein Königreich.
Wie gefallen euch Fantasynamen in Büchern? Ich liebe sie ja, weil sie für mich enorm zum Worldbuilding beitragen. Aber vielleicht seht ihr das ja anders.
